Was kostet eine Wärmepumpe?
25.000 bis 40.000 € komplett installiert — das ist die ehrliche Bandbreite für ein Einfamilienhaus. Sie ist so breit, weil der größte Teil der Kosten am Haus hängt und nicht am Gerät. Hier steht, welcher Posten wovon abhängt.
Alle Kostenposten einzeln
| Position | Bandbreite | Wovon es abhängt |
|---|---|---|
| Gerät | 8.000 – 18.000 € | Heizleistung, Hersteller, Kältemittel, Speicher integriert? |
| Installation | 5.000 – 12.000 € | Leitungswege, Aufstellort, Zustand der Hydraulik |
| Nebenarbeiten | 1.500 – 12.000 € | Heizkörpertausch, Pufferspeicher, Elektroanschluss |
| Entsorgung Altanlage | 500 – 4.000 € | Gas günstig, Öl mit Tankrückbau deutlich teurer |
| Erdarbeiten (nur Erdwärme) | 8.000 – 20.000 € | Bohrtiefe, Untergrund, Genehmigung |
| Komplett Luft-Wasser | 25.000 – 40.000 € | vor Förderung |
Preisstand September 2026 für ein Einfamilienhaus mit 120 bis 160 m². Alle Posten außer der Entsorgung sind förderfähig — auch die Nebenarbeiten, was oft übersehen wird.
Kosten nach System
Der Standardfall. Keine Bohrung, keine Genehmigung, in wenigen Tagen installiert. Jahresarbeitszahl typisch 3,0 bis 4,0.
Bohrung oder Flächenkollektor. Teurer im Einbau, dafür ganzjährig konstant und ohne Gerät im Garten. Jahresarbeitszahl 4,0 bis 5,0.
Die höchste erreichbare Effizienz, in der Praxis der seltenste Fall. Zwei Brunnen, wasserrechtliche Erlaubnis, mehr Wartung.
Nach Abzug der KfW-Förderung bleibt bei einer Luft-Wasser-Wärmepumpe häufig ein Eigenanteil von 12.000 bis 25.000 €. Bei Erdwärme wirkt die Obergrenze von 28.000 € förderfähigen Kosten stärker — der Mehrpreis für die Bohrung wird nur teilweise mitgefördert.
Was der Betrieb kostet
Abhängig von Wärmebedarf, Jahresarbeitszahl und Tarif.
Kein Schornsteinfeger, keine Abgasmessung.
Energie plus Wartung, inklusive CO₂-Anteil.
Die Stromkosten hängen fast vollständig an einer Zahl: der Jahresarbeitszahl. Sie sagt, wie viele Kilowattstunden Wärme die Anlage aus einer Kilowattstunde Strom macht. Der Unterschied zwischen 2,8 und 4,0 sind bei einem normalen Einfamilienhaus mehrere Hundert Euro im Jahr — jedes Jahr, zwanzig Jahre lang.
Die drei Posten, an denen Angebote am weitesten auseinandergehen
Nebenarbeiten. Ein Angebot ohne hydraulischen Abgleich und ohne Heizkörperanpassung sieht günstiger aus und wird es später nicht. Frag nach, was konkret enthalten ist — nicht ob es enthalten ist.
Pufferspeicher und Warmwasser. Manche Angebote rechnen den Speicher separat, andere haben ihn drin. Bei 1.200 bis 3.000 € Unterschied ist das kein Detail.
Entsorgung der Altanlage. Bei Öl mit Tankrückbau sind das 1.500 bis 4.000 €. Wenn dieser Posten im Angebot fehlt, fehlt er nicht in der Realität.
Bestehe auf einer Heizlastberechnung: Eine Auslegung nach Wohnfläche statt nach DIN EN 12831 führt regelmäßig zu einer überdimensionierten Anlage. Die ist nicht nur teurer im Kauf, sondern taktet häufiger und verschleißt schneller. Die Berechnung kostet ein paar Hundert Euro und ist der wirksamste Schutz, den es gibt.
Häufige Fragen
Im Kostenrechner setzt du deine eigenen Zahlen ein — ohne Kontaktdaten. Für eine persönliche Einschätzung gibt es den Kurzcheck.
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